Gemeinsam gegen Menschenhandel e.V. ist ein offenes Bündnis von Organisationen und Initiativen, die sich gegen Menschenhandel einsetzen. Unsere Schwerpunkte sind: Öffentlichkeitsarbeit, Prävention, Opferhilfe und -schutz sowie die Verbesserung der juristischen Rahmenbedingungen. Millionen Menschen leben weltweit in sklavenähnlichen Verhältnissen. Menschenhandel ist der am schnellsten wachsende Kriminalitätsbereich.

Menschenhandel: Kongress verschoben – die Not der Frauen nicht

Die Corona Maßnahmen in Deutschland machen es unumgänglich: Der Kongress “Gegen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung“, der vom 8. bis 11. November 2020 im Christlichen Gästezentrum Schönblick in Schwäbisch Gmünd geplant war, muss leider ins übernächste Jahr auf den 29. Mai bis 1. Juni 2022 verschoben werden. Der Kongress soll Frauen in Prostitution eine Stimme geben und gleichzeitig nach Lösungsansätzen suchen.

Wir verschieben den Kongress mit großem Bedauern, denn der erste Corona Lockdown hat die Lage vieler Frauen in Prostitution in Deutschland neu ins Bewusstsein der Bevölkerung und der Politik gerückt. Etliche Frauen wurden obdachlos und machtlos. Gerade jetzt ist die Zeit zu handeln. Die verschärfte Lage durch Covid-19 und die Verschiebung des Kongresses hält uns nicht davon ab, unser gemeinsames Ziel intensiv zu verfolgen. Durch Videostatements von Politikerinnen und Politikern sowie Referenten, die ihre Teilnahme am Kongress zugesagt hatten, wollen wir das Leid von Zehntausenden Frauen ans Licht bringen und damit zu einer gesellschaftlichen Sensibilisierung und zu steigendem Unrechtsbewusstsein beitragen. Denn eines ist klar und sichtbar: Menschenhandel und Sklaverei (betrifft auch Männer und Kinder) ist in Deutschland deutlich präsent.

Veranstalter:
Gemeinsam gegen Menschenhandel, Deutsche Evangelische Allianz, International Justice Mission, Aktion Hoffnungsland, Mission Freedom und Schönblick

32
Milliarden US-Dollar verdienen Menschenhändler weltweit geschätzt jährlich
523
Tatverdächtige der sexuellen Ausbeutung wurden in Deutschland im Jahr 2017 laut BKA registriert
23
Jahre betrug das Durchschnittsalter der Opfer in Deutschland in 2017
219
Opfer waren laut Bundeslagebild unter 21 Jahren
5
Nationalitäten sind hauptsächlich sowohl Betroffene als auch Täter: Rumänen, Bulgaren, Deutsche, Ungarn und Nigerianer

Am 19.09.2020 haben wir die deutschlandweite Kampagne SchattenDasein gestartet

…um auf eine Realität hinzuweisen, die sich unserem Blickfeld oft entzieht: Frauen, die Gewalt und Ausbeutung in der Prostitution erleben, Menschenhandel, missbrauchte Kinder. Zustände, die wir nicht akzeptieren dürfen!

Deswegen: Werdet Teil unserer Kampagne! Startet eigene Aktionen in eurer Stadt, nehmt an Aktionen teil und unterstützt uns auf Social Media.

Weitere Infos findet ihr auf www.schattendasein.de. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit euch die Situation in Deutschland zu verändern!

Natürlich kann die Kampagne auch finanziell unterstützt werden: https://www.gofundme.com/f/s6qtq4 oder www.ggmh.de/spenden

Aktuelles

Allgemein

Interview mit Frank Heinrich: “Wollen wir weiterhin als ‘Bordell Europas’ gelten?”

Unser Vorsitzender und Bundestagsabgeordneter Frank Heinrich (CDU) engagiert sich schon lange gegen Menschenhandel und spricht im Interview…
Allgemein

Unsere Abschlusskonferenz des EU-Projekts “INTAP”

Wir sind glücklich und dankbar, dass unsere Abschlusskonferenz des EU-geförderten Projekts INTAP (Intersektionaler Ansatz für den…
Allgemein

Auswirkungen von Covid-19 auf den internationalen Menschenhandel

Eine Untersuchung der Organisationen ODIHR (Office for Democratic Institutions and Human Rights) und UN Women…
Allgemein

Über Zwangsprostitution, modernen Menschenhandel und politische Lösungsversuche

Über Zwangsprostitution, modernen Menschenhandel und politische Lösungsversuche In ihrem sehr empfehlenswerten Artikel im Magazin "Evangelische…

Unterstützen Sie uns

Zeige deine Unterstützung bei Facebook

… folge uns in den Sozialen Netzwerken und teile unser Anliegen mit deinen Freunden und Bekannten