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Gemeinsam gegen Menschenhandel e.V. ist ein offenes Bündnis von Organisationen und Initiativen, die sich gegen Menschenhandel einsetzen. Unsere Schwerpunkte sind: Öffentlichkeitsarbeit, Prävention, Opferhilfe und -schutz sowie die Verbesserung der juristischen Rahmenbedingungen. Millionen Menschen leben weltweit in sklavenähnlichen Verhältnissen. Menschenhandel ist der am schnellsten wachsende Kriminalitätsbereich.

Walk for Freedom am 15. Oktober 2022!

Am 15. Oktober 2022 ist es soweit: Auf der ganzen Welt stehen Menschen auf Initiative der Organisation A21 in ihrer Stadt auf und laufen gegen Menschenhandel und für die Freiheit.

Auch in Deutschland nehmen dieses Jahr wieder 11 Städte teil. Die Walks in Augsburg, Berlin, Düsseldorf, Essen, Freiburg, Heilbronn, Kassel, Koblenz, Regensburg, Stralsund und Stuttgart finden anlässlich des EU-Tages gegen Menschenhandel (18. Oktober) statt und viele von ihnen werden von unseren Mitgliedsorganisationen organisiert.

Seid ihr dabei? Alle Infos zu Walks in Deutschland, Österreich und der Schweiz findet ihr über unsere Website www.walk-for-freedom.de.

Positionspapier zum „Nordischen Modell“

Der Umgang mit Prostitution wird in Deutschland derzeit kontrovers diskutiert. Anlass dafür bietet u.a. die Umsetzung des sogenannten Gleichstellungsmodells (auch bekannt als Nordisches oder Schwedisches Modell der Prostitutionspolitik) in immer mehr Ländern, zuletzt in Frankreich (2016), der Republik Irland (2017) und Israel (2020).

Gemeinsam gegen Menschenhandel nimmt im Rahmen eines Positionspapiers Stellung zu der aktuellen Diskussion.

Dieses Positionspapier ist das Ergebnis eines längeren Meinungsbildungsprozesses in den einzelnen Mitgliedsvereinen. 

Das komplette Positionspapier kann HIER bzw. per Klick auf das Bild links heruntergeladen werden.

Die Video-Mitschnitte unserer Fachtagung 2022 sind jetzt online!

Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung ist ein schweres Verbrechen und angesichts des geringen Risikos und des hohen Gewinns auch ein lukratives Geschäft. Weltweit sind 92 Prozent der Opfer weiblich, nahezu ein Viertel der Opfer sind Kinder. Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar hat sich die Gefahr, Opfer dieses Verbrechens zu werden, speziell für Frauen und Mädchen aus der Ukraine deutlich erhöht.

Bei unserer internationalen Fachtagung vom 27. bis 28. April 2022 in Berlin ging es insbesondere darum, was Zielländer des Menschenhandels – wie Deutschland – daher dringend verbessern sollten.

Veranstaltet wurde die Fachtagung zusammen mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte der OSZE.

Hier geht es zu unserer Pressemeldung: PDF und ein Klick auf das Bild rechts führt zur Website der Fachtagung 2022, wo auch die Video-Mitschnitte (Original sowie mit deutscher bzw. englischer Übersetzung!) der verschiedenen Panels hinterlegt sind.

Kongress gegen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung

Vom 29. Mai bis zum 1. Juni fand der Kongress gegen Menschenhandel auf dem Schönblick in Schwäbisch Gmünd statt. Er informierte über Strukturen und Strategien des Menschenhandels in Deutschland und weltweit. Er erklärte die deutsche Gesetzeslage und zeigte die politische Dimension auf.
Der Kongress gab Betroffenen eine Stimme und machte Lösungsansätze verschiedener Hilfsorganisationen bekannt. Christen und Gemeinden wurden zum Handeln ermutigt und wir standen gemeinsam im Gebet für Betroffene und Helfende ein.

Als Veranstalter haben wir gemeinsam eine Resolution präsentiert, auf die nun die Unterschriftenaktion „Evaluation des Prostituiertenschutzgesetzes: Ehrliche Aufarbeitung muss sein. ‚Käufliche Sexualität‘ neu bewerten!“ gefolgt ist.

Anlass für die Unterschriftensammlung ist die geplante Evaluation des Prostituiertenschutzgesetzes durch den Deutschen Bundestag. Die Evaluationsphase beginnt am 1. Juli diesen Jahres und muss bis Juli 2025 abgeschlossen sein. Unsere Resolution wird den Abgeordneten des Bundestags Mitte Juni zugeleitet. Das Ergebnis der Unterschriftensammlung wird den Abgeordneten dann in diesem September mitgeteilt.

HIER könnt ihr die Resolution lesen und unter dem folgenden Link auch unterschreiben: https://www.schoenblick.de/de/unterschriftenaktion

Veröffentlichung: „Das Nordische Modell – eine Möglichkeit für Deutschland?“

Seit Januar ist das neue Buch herausgegeben von Frank Heinrich und Uwe Heimowski im Handel erhältlich. Darin gehen verschiedene Mitglieder des Deutschen Bundestages, die sich im überfraktionellen Parlamentskreis „Prostitution – wohin?“ engagieren, der Frage nach: Ist das Nordische Modell eine Möglichkeit für Deutschland?

Wer das Buch gerne auf dem Desktop lesen möchte, kann es HIER im PDF-Format herunterladen.

Online bestellt werden kann es z.B. hier: https://www.edition-wortschatz.de/shop/das-nordische-modell/

Bibliografische Daten:
Das Nordische Modell – Eine Möglichkeit für Deutschland?
Mit Beiträgen von Leni Breymaier (SPD), Peter Heidt (FDP), Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU) sowie Shandra Woworuntu
Herausgegeben von Frank Heinrich und Uwe Heimowski für Gemeinsam gegen Menschenhandel
75 Seiten, Paperback, 13,5 x 21 cm
€ [D] 10,00 – gebundener Ladenpreis
Bestell-Nummer 588 970, ISBN 978-3-943362-70-1
Januar 2022, Edition Wortschatz, Cuxhaven

Kurzfilm zum Thema „Loverboys“

Anlässlich des Europäischen Tages gegen Menschenhandel 2021 haben wir unseren neuen Kurzfilm zum Thema „Loverboys“ veröffentlicht.

Wir bedanken uns bei der AHA Factory für die tolle Zusammenarbeit und bei den Teilnehmer*innen der Deutschen Postcode Lotterie für die finanzielle Unterstützung unserer Kampagne #schattendasein, zu der auch der neue Kurzfilm gehört.

Alle Informationen zur Kampagne #schattendasein sowie Content zum Downloaden finden sich HIER.

Aktuelle Blogbeiträge

Forschung
11. August 2022

TIP-Report bewertet Deutschland als TIER 1-Land

Der TIP-Report Am 19. Juli 2022 veröffentlichte das Büro zur Überwachung und Bekämpfung von Menschenhandel im US-Außenministerium den jährlich erscheinenden Trafficking in Persons (TIP) Report. Der 634-seitige Bericht analysiert Entwicklungen…
Prostitutionspolitik
10. August 2022

Spanien auf dem Weg zum Gleichstellungsmodell

Der Einsatz der Frauenbewegung Seit Jahrzehnten ist die spanische Frauenbewegung bereits aktiv im Kampf gegen die Prostitution. 2019 legten zahlreiche Frauenorganisationen des Landes gemeinsam einen Entwurf für ein Gesetz zur…
Prostitutionspolitik
8. August 2022

Prostitution ist stets unzumutbar

Ein Job wie jeder andere? Ist Prostitution oder "Sexarbeit" ein Job wie jeder andere? Wenn es nach dem Berliner Sozialgericht geht, ist sie es nicht. So verkündete das Sozialgericht Berlin…
sexuelle Ausbeutung
6. Juli 2022

Strafe für Gewährung von Kirchenasyl

Eine Würzburger Ordensschwester muss sich erneut vor Gericht dafür verantworten, dass sie zwei Betroffenen von Menschenhandel Kirchenasyl gewährt hatte. Am 14. Juli findet nun der Berufungsprozess statt, in dem die…